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Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit

Mit dem Ver­fas­sungs­ar­ti­kel 104a soll zukünf­tig in der Bun­des­ver­fas­sung fest­ge­schrie­ben sein, wie wir in der Schweiz die Ernäh­rungs­si­cher­heit mit einem mini­ma­len Selbst­ver­sor­gungs­grad von 50 % erhal­ten wol­len.

Es geht beson­ders darum fest­zu­hal­ten, wie wir Nah­rungs­mit­tel pro­du­zie­ren, wel­che Spiel­re­geln für ein­hei­mi­sche und impor­tierte Pro­dukte gel­ten und wie grenz­über­schrei­tende Han­dels­be­zie­hun­gen aus­ge­stal­tet sein sol­len.

Die Siche­rung des Kul­tur­lan­des und der Erhalt von bäu­er­li­chen Fami­li­en­be­trie­ben gehö­ren zu den wich­tigs­ten Vor­aus­set­zun­gen für die Lebens­mit­tel­pro­duk­tion in der klein­räu­mi­gen Schweiz. Im Zen­trum soll eine stand­ort­an­ge­passte und res­sour­cen­ef­fi­zi­ente Pro­duk­tion ste­hen, die auf den Markt aus­ge­rich­tet ist, die genü­gend Wert­schöp­fung gene­rie­ren kann und sich in einem gesun­den Gleich­ge­wicht zu öko­lo­gi­schen Mass­nah­men befin­det.

Die Umset­zung der «Swiss­ness» soll zen­tral blei­ben und mit Grenz­schutz­mass­nah­men und der kon­se­quen­ten Dekla­ra­tion der Pro­dukt­ein­halte ver­stärkt wer­den. Neu sol­len auch aus­län­di­sche Pro­dukte nach den drei Aspek­ten der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung (Umwelt, soziale Dimen­sion, wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung des Sek­tors) beur­teilt wer­den.

Die­ser Ver­fas­sungs­ar­ti­kel soll nicht den Frei­han­del, aber den fai­ren Han­del för­dern. Die Lebens­mit­tel sol­len wie­der eine höhere Wert­schät­zung erlan­gen, auch durch gezielte Bekämp­fung von Food Waste. Die Dele­gier­ten der EVP Schweiz und der EVP Kan­ton Bern spra­chen sich klar für die neue Ver­fas­sungs­be­stim­mung aus.

Chris­tine Grogg, Grossrätin/Bäuerin